Recyclingtechnik (BSc)

Wir entwickeln uns zur Recycling-Gesellschaft

Weltweit nehmen die Reststoffmengen und der Einsatz von Sekundärrohstoffen zu. Die Recyclingwirtschaft stellt daher eine Branche dar, welche einem stetigen Wandel unterzogen ist. Abfall, wertstoffhaltige Materialien sowie Schrotte (Altautos, Elektronikschrott usw.) müssen sich damit in den nächsten Jahren immer mehr zu wertvollen Sekundärrohstoffen entwickeln, um eine nachhaltige Produktion und Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu garantieren.
Dem Recycling kommt daher eine immer größere Bedeutung zu, wobei der gesamte Zyklus vom Produktdesign über die Herstellung, den Einsatz intelligenter Sammelsysteme, die Aufbereitung bis hin zur stofflichen oder energetischen Verwertung zu berücksichtigen ist. Die weltweite Entstehung von Recyclingnetzwerken sowie -zentren zeigt darüber hinaus die globale Dimension dieser Entwicklung, wo für Recyclingtechniker mit umfassenden Kenntnissen eine außerordentlich hohe Nachfrage besteht.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Die Recyclingtechnik umfasst den gesamten Produktlebenszyklus, sodass die Fähigkeit zum ganzheitlichen Denken und die Freude an technischen Prozessen jedenfalls von Vorteil sind. Im Studium erlernst du, Recyclingprozesse mit unterschiedlichen Disziplinen zu vernetzen, zu planen, zu begleiten und zu steuern. Dies setzt neben der technischen sowie wirtschaftlich-rechtlichen Kompetenz auch Systemdenken und Kommunikationsfähigkeit voraus. Gestern noch Müll und heute wertvoller Rohstoff – eine Disziplin mit enormem Entwicklungspotenzial.

Was erwartet mich während des Studiums?

Im Bachelorstudium erwirbst du das Grundlagenwissen für ein technisches Studium und beschäftigst dich mit Fragestellungen der Abfallwirtschaft, der Verfahrenstechnik, des Metall- sowie Kunststoffrecyclings und den Grundlagen der Werkstofftechnik. Daneben spielen die ökonomischen und rechtlichen Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle. Im Masterstudium wird dein Wissen vertieft, wobei vor allem das „Landfill- und Urban-Mining“, die Aufbereitung von Sekundärrohstoffen, das Metallrecycling und die recyclinggerechte Produktgestaltung Schwerpunkte bilden. In wirtschaftlichen Vorlesungen erlangst du die notwendigen Managementkenntnisse. Ebenso wirst du mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Recyclingtechnik vertraut gemacht.

Was kann ich nach dem Studium machen?

Die Recyclingtechnik stellt bereits jetzt einen enorm wachsenden Markt dar, der in Zukunft an Wichtigkeit noch stark zunehmen wird. Mit dem Studium erwirbst du die umfassenden technischen, ökonomischen und rechtlichen Kenntnisse, um die komplexen Recyclingaufgaben zu lösen. Durch die vernetzte und fächerübergreifende Ausbildung eröffnen sich Recyclingtechnikern ausgezeichnete Karrierechancen.
Die Tätigkeitsfelder umfassen dabei unter anderem

  • „Entsorgungs- und Sammellogistik
  • stoffliche und thermische Verwertung von Sekundärmaterialien (Metalle, Kunststoffe, Baustoffe, Glas, Papier usw.)
  • „sowie die dazugehörige Anlagentechnik
  • Recycling in der metall- sowie kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie
  • Beratungs- und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Recyclingtechnik