Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik (BSc)

...und die Zukunft kann kommen!

Die Auswirkungen menschlicher Tätigkeit auf Natur und Umwelt treten immer wieder deutlich zu Tage. In den Medien hört man vom Klimawandel und Treibhauseffekt, der Verschmutzung der Flüsse und Seen durch Abwässer und Chemikalien, von Feinstaub in der Luft, von Schadstoffen in Lebensmitteln oder von Industrieunfällen mit oft schwer zu beseitigenden Schäden. Zwar sind große Katastrophen glücklicherweise die Ausnahme, die Herstellung alltäglicher Produkte für den menschlichen Gebrauch ist aber immer mit Umweltauswirkungen verbunden. Ingenieure und Techniker beschäftigen sich täglich damit, die Auswirkungen dieser industriellen Produktion auf Umwelt und Menschen möglichst gering zu halten. Das Studium gibt dir die Grundlagen mit auf den Weg, um Herausforderung von umweltgerechter Herstellung von Produkten bei gleichzeitig günstigen Preisen zu lösen.

Welche Voraussetzungen und Interessen sollte ich mitbringen?

Wenn du Interesse an natürlichen und technischen Vorgängen hast, neugierig bist, wie Dinge funktionieren und mithelfen willst, Umweltprobleme zu lösen, dann erfüllst du schon die wichtigsten Voraussetzungen. Gleichzeitig solltest du auch in der Lage sein, dein erarbeitetes Detailwissen fachübergreifend zu nutzen und zu kombinieren. Wenn du dann noch Kreativität zur Lösung komplexer Probleme bzw. Fragestellungen und ein bisschen handwerkliches Geschick für Labor und Technikum mitbringst, ist das Studium der Industriellen Umweltschutz- und Verfahrenstechnik genau das richtige für dich.

Was erwartet mich während des Studiums?

Als Umweltschutz- und Verfahrenstechniker benötigen wir tagtäglich Wissen aus unterschiedlichsten Fachbereichen – von Chemie, Maschinenbau, Mathematik, der Durchführung und dem Verständnis von Laboranalytik, Umweltrecht, Toxikologie bis Betriebswirtschaftslehre und Computersimulation ist alles dabei. Diese Grundlagen, die du vorwiegend im Bachelorstudium lernst, bilden die Basis für die weiteren Spezialisierungen im Masterstudium. Dort kannst du dich auf die Verfahrenstechnik oder auf die Abfalltechnik und Abfallwirtschaft konzentrieren.

  • Verfahrenstechnik: Ein Verfahrenstechniker beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung von Anlagen zur Behandlung von Schadstoffen, Abgasen, Abwasser und Abfällen, die im Zuge der industriellen Herstellung von Produkten als Emissionen anfallen. Dafür muss man einerseits die Produktionsprozesse, aber andererseits auch die möglichen Auswirkungen dieser Emissionen auf die Umwelt kennen.

  • Abfalltechnik und Abfallwirtschaft: Die Abfalltechnik und Abfallwirtschaft wiederum beschäftigt sich vorwiegend mit den anfallenden Reststoffen und Abfällen und deren sinnvollen Verwertung bzw. deren Recycling und Entsorgung. Dabei können Kreisläufe geschlossen werden, indem z. B. aus dem Abfall eines Industriezweiges der Rohstoff für einen anderen gewonnen oder bereits jetzt überlegt wird, mit welchen Abfällen wir es in Zukunft zu tun bekommen werden und wie diese behandelt werden können.

Was kann ich nach dem Studium machen?

Umweltschutztechnik spielt in praktisch allen Bereichen der Industrie eine Rolle, weshalb du in verschiedensten Industriezweigen wie z. B. in der Papier-, Zement-, Erdöl-, Lebensmittel-, Eisen- und Stahlindustrie, der Kraftwerkstechnik oder der Umwelttechnik selbst (Abwasser-, Abluftreinigung, erneuerbare Energien und Rohstoffe, Beratung in umwelttechnischen Fragen, Umweltbehörden usw.) Fuß fassen kannst. Aufgrund der breiten Basis des Studiums hast du den Vorteil, je nach persönlichem Interesse entscheiden zu können, wo dich dein Weg hinführen soll.