Industrielogistik (BSc)

Was versteht man unter Logistik?

In unserer globalisierten Welt entstehen Produkte, Dienstleistungen und Informationen oft auf verschiedenen Kontinenten und müssen dennoch minutengenau aufeinandertreffen und zusammengeführt werden. Industrielogistiker sind verantwortlich für die Bereitstellung der richtigen Produkte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort in der richtigen Qualität und in den richtigen Mengen – und was „richtig“ ist, bestimmt der Kunde. „Just in time“ bedeutet, dass Bauteile von den Zulieferbetrieben erst bei Bedarf – zeitlich möglichst genau berechnet – direkt ans Montageband geliefert werden, dadurch werden Kosten gespart. Die Logistik hat somit eine besondere Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Sie stellt die Verbindung zwischen Beschaffung, Produktion und Verbraucher her.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Wie bewegen sich Güter, Informationen oder auch Energie durch die Welt? Wie soll der ideale Produktionsablauf in einem Betrieb aussehen? Wie kann ein Onlinehändler Waren innerhalb von 24 Stunden liefern? Ein grundsätzliches Interesse an betriebswirtschaftlichen und technischen Vorgängen sowie dem Gebiet der Kommunikations- und Informationstechnologie sind wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium. Als zukünftiger Industrielogistiker sollte es dir Freude bereiten, im Team zu arbeiten und Projekte abzuwickeln.

Was erwartet mich während des Studiums?

Im Bachelorstudium eignest du dir naturwissenschaftliche und technische Grundlagen an und beschäftigst dich mit den folgenden Schwerpunkten:

  • Logistik und Prozessmanagement
  • Betriebswirtschaft
  • Informationstechnologie

Im viersemestrigen Masterstudium kannst du dich in zwei von vier unterschiedlichen Schwerpunkten vertiefen:

  • Logistics Management
  • Computational Optimization
  • Automation
  • Logistics Systems Engineering

Was kann ich nach dem Studium machen?

Als Industrielogistiker mit guten technischen und wirtschaftlichen Kompetenzen bist du gewappnet für die Herausforderungen der Märkte. Arbeitsbereiche sind Materialwirtschaft, Supply-Chain-Planung und -Steuerung (Lieferkettenmanagement), industrieller Einkauf, Organisation und Prozessmanagement, Informationstechnologie und Entsorgung. Einsatzbereiche sind Unternehmen, die sich mit Lagerautomation, Transport- und Fördertechnik sowie Behältermanagement beschäftigen. Zu den relevanten Branchen gehören z. B. die Schwerindustrie, die Rohstoffindustrie, die Elektronikindustrie, aber auch Logistikdienstleister.