Metallurgie (BSc)

Heiß, heißer, Metallurgie!

Hast du heute schon telefoniert, aus einer Dose getrunken oder bist mit dem Rad gefahren? Dann willkommen in der Welt der Metallurgie!
Metalle finden sich in allen Bereichen unseres täglichen Lebens wieder. Das Studium ist daher vielseitig und umfangreich: Von der Gewinnung der Metalle aus den Erzen bis zur Entwicklung und innovativen Formgebung eines Produktes. Einen hohen Stellenwert in der Metallurgie nimmt das Recycling ein: Um Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen, werden Schrott und gesammelte Wertmetalle wieder zu neuen Produkten verarbeitet. Mit ihrem Know-how tragen die Metallurgen der Montanuniversität somit essenziell zum Wohlstand und Fortschritt unserer Gesellschaft bei.

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Metallurgen sprühen - im wahrsten Sinne des Wortes - vor Kreativität. Sie designen Produkte und finden innovative Lösungen, um Produktionsabläufe ebenso umweltschonend wie wirtschaftlich zu gestalten. Begeisterung für Technik und Naturwissenschaft - besonders Mathe und Chemie - sowie Freude an analytischem und interdisziplinärem Denken sind ebenso wichtig.

Was erwartet mich während des Studiums?

Aufbauend auf den Grundlagen der ersten vier Semester erfolgt eine Vertiefung in den Bereichen

  • Eisen- und Stahltechnologie: Eisen ist das mengenmäßig wichtigste Metall und wird legiert mit anderen Elementen als Stahl eingesetzt. Du beschäftigst dich mit der Herstellung dieses Werkstoffes und wie dabei seine Eigenschaften gezielt eingestellt werden können, damit Stahl in vielfältiger Weise in unterschiedlichen Anwendungen wie zum Bau eines Autos oder Wolkenkratzers eingesetzt werden kann.
  • Nichteisenmetallurgie: behandelt die Gewinnung, Verarbeitung und Werkstofftechnik von Metallen wie Aluminium, Kupfer, Zink und Hightech- Materialien wie Titan, Magnesium, den Seltenen Erden und den begehrten Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin. Diese sind unverzichtbar für die Herstellung von Computern, Smartphones oder Hybrid-Autos.
  • Gießereitechnik: Metalle werden mittels verschiedener Gießverfahren zu einem Endprodukt verarbeitet. Ziel ist, ein hochwertiges, fehlerfreies Gießstück zu produzieren. Die Qualität ist entscheidend für die Lebensdauer eines Produktes und extrem wichtig in vielen Bereichen wie der Luftfahrt oder der Automobilindustrie.
  • Umformtechnik: „Die Umformtechnik umfasst zahlreiche Fertigungsverfahren, mit denen metallische Werkstoffe in eine gewünschte Endform mit homogener Mikrostruktur von einigen Gramm bis zu 100 Tonnen gebracht werden.
  • Industriewirtschaft: Metallurgen müssen auch mit Betriebswirtschaft vertraut sein, um industriewirtschaftliche Problemstellungen und Managementaufgaben zu meistern. Zusätzlich werden die Gebiete der Verbrennungs-, Hochtemperatur- und Wärmetechnik sowie Energieund Umwelttechnik behandelt.
  • Simulation: Die Simulation metallurgischer Prozesse ermöglicht, bestehende Verfahren zu optimieren, neue Herstellungswege mit weniger kostspieligen Test zu entwickeln und zukünftig Prozesse bzw. Prozessketten zu steuern.

Was erwartet mich nach dem Studium?

Die Tätigkeiten reichen von der Entwicklung neuer Verfahren, Werkstoffe und Produkte bis hin zur Planung von Produktionsanlagen oder der Optimierung betriebswirtschaftlicher oder energetischer Prozesse. Leobener Absolventen sind im Management genauso wie in der Forschung international tätig. Das Studium ist in Österreich einzigartig, daher sind Absolventen heiß begehrt.